Die
Vulkaneifel das Herz der Eifel!
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Die Vulkaneifel
erstreckt sich vom Rhein bis zur
Wittlicher Senke. Sie grenzt im Süden
und Südwesten an die Südeifel, im Westen
an die luxemburgischen und belgischen
Ardennen und im Norden an die Nordeifel
mit dem Hohen Venn. Im Osten bildet der
Rhein die geografische Grenze, der
Vulkanismus überschreitet diesen nicht.
Die Vulkaneifel wird
naturräumlich in drei Teile gegliedert:
Vulkanische Westeifel (Verbandsgemeinden
Manderscheid, Daun, Gerolstein, Obere
Kyll, Hillesheim (ohne die Gemarkung
Nohn), Vulkanische Hocheifel
(Verbandsgemeinden Adenau, Kelberg,
Ulmen und Gemarkung Nohn), Vulkanische
Osteifel (Verbandsgemeinden Brohltal,
Vordereifel, Mendig, Pellenz)
Die Zentren der Vulkaneifel bilden die
Region um Daun und Manderscheid und die
Gebiete im Landkreis Mayen-Koblenz.
Die Landschaft der Vulkaneifel ist durch
die Formen des jungen Vulkanismus
geprägt. Vulkankrater, mächtige Bims-
und Basalt-Ablagerungen und Maare
erzeugen eine abwechslungsreiche
Landschaft, die eindrücklich von den
geologisch sehr jungen Ereignissen
erzählen.
Die gesamte Vulkaneifel erstreckt sich
über ein Gebiet von etwa 2000 km² und
wird von mehr als 200.000 Menschen
bewohnt (Stand 2007).
Vulkanische Landschaftsformen
Die vulkanischen Formen der Eifel
lassen sich anhand ihres Alters
unterscheiden. Die wesentlich älteren
Vulkanbauten der Hocheifel sind bereits
stark erodiert, während die jüngeren
Vulkanbauten der West- und Osteifel oft
noch gut erhalten sind. Vor allem die
weichen Tuff-Ablagerungen der
Vulkanausbrüche, die sehr leicht
abgetragen werden, sind hier noch weit
verbreitet.
Die meisten der Vulkanbauten der
Hocheifel sind als isolierte Kuppen
vereinzelt oder in Reihen der mehr oder
minder flachen Hochfläche aufgesetzt.
Diese Kuppen haben einen kreisrunden
oder elliptischen Grundriss. Im Zentrum
der Kuppen liegen oft keulen- oder
scheibenförmige Basaltkörper, die von
Tuffringen umgeben sind. Der Basalt hat
sich nach ersten Tuffexplosionen auf dem
devonischen Untergrund und innerhalb der
Tuffkegel ausgebreitet und ist dort
langsam erstarrt. Dabei bildeten sich
säulenförmige Abkühlungsgefüge, die mit
ihren Längsachsen senkrecht zu den
Außenflächen der Basaltvorkommen
angeordnet sind. Lavaströme der
Hocheifelvulkane sind nicht bekannt.
Die jüngeren Vulkanbauten der West- und
Osteifel bestehen vor allem aus Tuff-
und Schlacken-Kuppen, deren Flanken oft
an einer oder mehreren Stellen
durchbrochen sind. Die Vulkane besitzen
oft mehrere Ausbruchszentren, die zu
einem komplexen Vulkangebäude
verschmolzen sind. Die Vulkane, ihre
Lavaströme und Auswurfmassen bedecken
den älteren Untergrund fast vollständig.
Viele Vulkane besitzen einen zentralen
Krater, von dem Lavaströme ausgehen.
Zahlreiche Vulkanschlote besitzen jedoch
keinen Vulkanbau oder Krater und sind
nur mit speziellen geologischen und
geophysikalischen Methoden
aufzuspüren.[2]
Ausgehend von den zentralen Vulkanbauten
haben sich in West- und Osteifel
Lavaströme über mehrere Kilometer
ausgebreitet. Sie haben des öfteren
vorhandene Täler benutzt und diese
dadurch versperrt, so dass sich der Bach
oder Fluss einen neuen Weg suchen
musste. Beispiele dafür finden sich im
Nettetal oder im Ueßtal bei Bad
Bertrich.
Ursachen des Vulkanismus in der Eifel
Illustration eines Plume Als Ursache des
Eifelvulkanismus wird von einigen
Wissenschaftlern ein so genannter Hot
Spot oder Plume angenommen, der sich
tief unter der Eifel befindet.
Einige Wissenschaftler weisen darauf
hin, dass die Verteilung der Vulkane und
ihre Abfolge nicht dem eines Hot Spots
entsprechen. Unstrittig ist, dass Magma
aus den oberen Bereichen des Erdmantels
aufsteigt und entweder direkt zur
Erdoberfläche aufsteigt oder sich in
einer immer noch mehrere Zehner
Kilometer tief liegenden Magmakammer
etwa an der Basis der Erdkruste sammelt,
aus der in unregelmäßigen Abständen
Magma nach oben steigt und
Vulkanausbrüche verursacht.[3]
Mittels seismographischer Messungen
konnte nachgewiesen werden, dass unter
der Eifel eine 1.000 bis 1.400°C heiße
Zone (Plume) liegt, die 200°C heißer ist
als ihre unmittelbare Umgebung.
Aufschmelzungsvorgänge sind mit
Volumenvergrößerung verbunden, was sich
in Form von Landhebungen bemerkbar
machen muss. Tatsächlich ist die Eifel
schon seit langem als Hebungsgebiet
bekannt: Mit vergleichsweise rasanter
Geschwindigkeit (gemessen an
geologischen Zeiträumen) wird die etwa
32 km dicke Erdkruste hier um 1 bis 2 mm
pro Jahr gehoben.
Schon die Statistik zeigt, dass dies
noch nicht der letzte Ausbruch war.
Vulkanologen haben für den Zeitraum der
letzten 700.000 Jahre in der Eifel rund
100 gut datierbare Vulkanausbrüche
festgestellt. In der Regel herrschen
zwischen den Eruptionsphasen etwa 10.000
und 20.000 Jahre Ruhe. Obwohl die
Vulkaneifel heute keine aktiven Vulkane
aufweist, sind erneute Vulkanausbrüche
also nicht unwahrscheinlich. Heute noch
aktive vulkanische Erscheinungen sind
die zahlreichen Gasaustritte,
Mineralquellen und einige
Kaltwassergeysire.
Bedeutung des Eifelvulkanismus
Der katastrophale Bimsausbruch des
Laacher-See-Vulkans hat nicht nur für
Zerstörung gesorgt. Die
wissenschaftliche Erforschung des
Eifelgebiets vor 13.000 Jahren ist
möglich, weil eine ganze Landschaft im
Zustand der Nacheiszeit durch die
Bimslagen konserviert wurde. Darüber
hinaus besitzt der Eifelvulkanismus
große Bedeutung für die Wirtschaft der
Eifel, die bedeutendsten
Wirtschaftszweige sind die Gewinnung von
Baustoffen und in immer größerem Maße
der Tourismus. Darüber hinaus hat die
Vielfalt vulkanischer Erscheinungen zur
Ausweisung mehrerer
Geoparks und für die
Errichtung von mehreren Spezialmuseen
Anlass gegeben.
Quelle: Wikipedia 2008 |
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